Gott redet immer wieder in unseren Träumen


Es gibt verschiedene Arten von Träumen. Wir verarbeiten längst Vergangenes und auch ganz Aktuelles. Auch kommen viele andere Bereiche in unseren Träumen vor. Ganze Filme laufen da ab. Einige träumen sehr oft, andere eher wenig. Auch diejenigen die scheinbar keine Träume haben, träumen dennoch, denn jeder Mensch träumt während einer Schlafdauer von acht Stunden etwa 5 Mal. Nur ist das Vielen oft nicht bewusst. Und dazwischen redet da auch immer wieder Gott zu uns in unseren Träumen. Leider sind wir oft der Meinung, dass es einfach ein gewöhnlicher Traum war und verweigern Gott somit Sein Reden zu uns.

 

Auf dieser Seite können sie einige Träume – und deren Bedeutung – lesen.

Ich bin mir sicher, Sie werden beim Lesen inspiriert und finden vielleicht auch in Ihren Träumen Ähnliches.

Teenager fährt mit Ferrari

Ich fahre mit einem roten Ferrari durch die Gegend. Auf einmal kommt eine Klippe und ich stürze hinab. Beim Aufprall erwache ich.

Traumdeutung:
Der rote Ferrari steht als Symbol für Anerkennung die sich XY wünscht. Er möchte mehr scheinen, als er in Wirklichkeit ist. Durch das Abstürzen von der Klippe, wird ein Verlust signalisiert. Ein Fall aus großer Höhe zeigt, dass XY sich weit weg von der Lebenswirklichkeit befindet und er wieder auf den Boden der Realität fällt.

Traum eines Ehemannes über seine Frau

Ich habe ein Fleisch gebraten und auf einer Seite ist das Fleisch einfach nicht gar geworden, obwohl ich es schon zweimal gewendet hatte. Danach sah ich Sibylle als Baby vor mir und sie wollte unbedingt kaltes Wasser mit Eis zu trinken, obwohl sie wusste, dass ihr das nicht gut tat. - Nachdem Sie das Wasser getrunken hatte lief sie blau an. Kurz danach wollte sie wieder kaltes Wasser mit Eis und wieder trank sie es. Dann sah ich Sibylle als kleines Kind/Baby in einem Abwasserkanal an der Straße und obwohl ich sie bat wieder heraus zu kommen, wollte sie nicht mehr heraus.

 

Traumdeutung:

Gott zeigt ihm deutlich den Zustand von Sibylle auf. Sie wiederholt ständig die Dinge, die ihr nicht gut tun.
Der Ehemann kann machen, was er will. Er bringt seine Frau nie gar. – Das kann nur der Heilige Geist.

Motorrad-Ralley

Ich befinde mich auf einer Motorradrallye und will daran teilnehmen. Überall um mich herum testen die anderen Teilnehmer schon die Motorräder. Plötzlich kommt ein Offizieller auf mich zu und sagt zu mir: „Löse die Eintrittskarte, sonst kannst du am Rennen nicht teilnehmen und wirst immer Zuschauer bleiben.“

Trauminhalt:

Traumdeutung:

Motorrad:

Bild für die prophetische Gabe.

Keine Eintrittskarte:

Du musst dich den Regeln unterordnen. D.h. unter Aufsicht sein. Das ermöglicht gutes Training und Schulung.

Offizieller:

Du musst dich offiziell für diesen Dienst anmelden.

Zuschauer:

So wie du es jetzt machst, bleibst du immer Zuschauer.

Gott schenkte mir einen "Albtraum"... und meinte es gut damit

In der Nacht vom letzten Samstag auf Sonntag werde ich  wach.
Die Schwäche in meinen Beinen, das Kribbeln von den Oberschenkeln rauf bis zum Beckenboden und Unterbauch verschwindet nur langsam. Ich stehe auf, um es ganz loszuwerden. Im Kopf weiß ich es. Mein Körper, meine Seele brauchen länger um zu verstehen, dass es nur ein Traum war. Falscher Alarm.
Ich schlüpfe unter die Decke zurück und versuche wieder einzuschlafen.
Es geht nicht. Der Traum lässt mich nicht los.
Ich stand auf einer kleinen Metallplattform. Vierzig Meter über dem Boden.
Ich habe Angst. Höhenangst. Bin bewegungslos, manövrierunfähig. Eine klitzekleine Metalltreppe, rechts, neben meinen Füssen, weist mir den Weg nach unten in die Sicherheit.
Die Angst ist groß, dennoch versuche ich sie zu überwinden. Meine rechte Hand krallt sich am Geländer fest, während mein rechter Fuß tapfer eine Stufe nach unten setzt. Mehr geht nicht. Ich bin festgefahren, blockiert. Das Kribbeln und das Gefühl den Boden unter den Füssen zu verlieren, weil meine Beine immer schwächer werden, wird immer stärker. So stark, dass ich aufwache.
Ein bis zwei Stunden liege ich wach. Vermutlich ist mein hoher Adrenalinspiegel im Blut daran schuld.
Früh morgens gehe ich in die Klinik um meine Frühschicht anzutreten.
Ich denke nicht mehr über den Traum nach. 

Sonntagabend
Nach Langem ist es mir endlich möglich wieder einmal einen Abendgottesdienst in unserer Gemeinde zu besuchen. Ein besonderer Gastreferent ist zu Besuch. Pierre Neyer hat einen prophetischen Dienst in der Schweiz und soll uns ins Thema „prophetische Träume“ hineinnehmen und uns auch prophetisch dienen.
Die Predigt ist interessant. Wir erfahren, dass die meisten Träume Gott schickt.
In der Bibel gibt es viele Beispiele, wo Gott durch Träume zu den Menschen spricht. Warum soll das heute nicht auch noch so sein?
Die  Verarbeitungsträume zum Beispiel. Wenn wir tagsüber viel erleben. Stress, neue Arbeitsstelle, Geburt, Prüfungen etc. Oft holt uns dies nachts auf sonderbare Weise ein. Gott hat uns diesen Verarbeitungsmechanismus geschenkt.
Dann gibt es prophetische Träume, die sich tatsächlich erfüllen oder solche, mit denen wir nichts anfangen können, weil sie so wirr und seltsam sind und scheinbar keinen Sinn ergeben.
Pierre zeigt uns einige solcher Traumbeispiele und erklärt mögliche Lösungen und die Symbolik gewisser Gegenstände  und Orte. Er erzählt auch praktische Beispiele. Fordert uns heraus selber eine Erklärung dafür zu finden. Alles sehr spannend.
Dann wird es praktisch. Er ermutigt uns nach Vorne zu kommen und einen eigenen Traum zu erzählen. Tatsächlich gehen nacheinander Leute nach Vorne und erzählen offen über ihre Träume, die teilweise mehrere Wochen zurück liegen. Zusammen versucht man rauszufinden, was sie bedeuten. Pierre stellt den Träumenden immer wieder die gleiche Frage. “Was meinst DU, was dieser Traum zu bedeuten ha?“
Ich sitze auf meinem Stuhl und denke über meinen Albtraum nach.
Seit bald zwanzig Jahren leide ich unter Höhenangst. Aber noch nie hat sie mich in der Nacht befallen. Warum letzte Nacht? Wenn dieser Traum von Gott ist, dann will er mir damit etwas sagen...aber was?
Vielleicht bin ich in einer ausweglosen Situation und weiß mir nicht zu helfen.
Vielleicht findet er, dass ich einen Strich ziehen soll, mit Dingen und Menschen in meinem Leben. Ich grüble weiter und immer stärker wird mir klar, dass Gott mir ganz bewusst diesen Traum in dieser Nacht geschickt hat.
Er wusste, dass ich heute hier sein würde.
Herzklopfen. Innerer Widerstand macht sich breit.
Es könnte ja peinlich werden, was da ans Tageslicht kommt. Vor all den Leuten...
Meine Vernunft siegt, denn ich weiß, dass ich es bereuen würde, wenn ich diese Chance jetzt verstreichen lasse.
Meine Stimme bebt, als ich meinen Albtraum durchs Mikrofon erzähle.
Pierre und seine Frau hören mir freundlich lächelnd zu. Sie nickt, lächelt, nickt, lächelt. Sie scheint genau zu wissen, wie sich das anfühlt. Höhenangst.
Er nickt, lächelt, nickt lächelt. Ich meine zu erkennen, dass er schon die Lösung dafür hat. Was wird er mir offenbaren?
„Ich bin sicher, dass Gott dir diesen Traum geschickt hat, weil er dich heute von dieser Angst freisetzen möchte. Meine Frau hatte auch das Problem und Gott hat sie geheilt.“
Punkt basta. Keine Symbolik. Keine Peinlichkeit. Kein „Beende diese Freundschaft!“ Kein „Verlasse Dein Land!“ Kein „Such dir einen neuen Job!“
Gott will mich einfach nur heilen von einer Angst, die plötzlich mal über mich kam.
„Cool!“ Ist alles was ich dazu sagen kann.
Seine Frau nimmt mich zur Seite. Ihre warme Hand auf meinem Rücken ist klein und ihr Glaube ist groß, denn die Worte die sie spricht, sind Worte des Dankes.
“Danke, dass Du sie heute freisetzen wirst!“ 

Dienstag
Mein Mann, Christian, überrascht mich. Als ich ihn von der Arbeit aus anrufe, um ihm mitzuteilen, dass ich unvorhergesehen zwei Stunden früher nach Hause komme, beschließen wir gemeinsam spazieren zu gehen.
Es ist ein kalter, sonniger November Nachmittag. Wir fahren mit dem Bus nach Bettingen und ich gehe davon aus, dass wir etwas auf St. Chrischona spazieren gehen. Er lotst mich weg in  eine andere Richtung. Ich ahne, dass er zum Hornfelsen wandern möchte. Ich protestiere scherzend: „Ich hab keine Lust 20 Jahre zu laufen!“ Er lächelt verschmitzt: „Vertrau mir, es werden nur 20 Meter sein.“
Als wir dem Gemeindehausparkplatz näher kommen, begreife ich sofort! Er hat das Mobilityauto gechartert. Ich weiß auch sofort, wo wir hinfahren werden.
Ich muss lachen und finde es genial! Am Montag, hatte ich ihm und unseren Töchtern erklärt, dass ich, um zu erfahren, ob mich Gott wirklich geheilt hat, genau an die Stelle zurück gehen möchte, wo alles begann.
Wir fahren nach Muttenz. Unser Ziel ist die römische Burgruine Wartenberg.
Damals, an einem Samstagnachmittag, verliebt, frisch verheiratet und aufgedreht spazierten wir auf dieser Ruine rum. Verspielt ging ich auf einem ebenerdigen quadratischen Mauerstück entlang. So wie ich es schon als Kind immer gerne tat.
Da wo es rechts abbiegt bleibe ich plötzlich stehen. Mein Blick geht sicher 40 Meter in die Tiefe. Ich verstehe nicht, wieso ich auf diese Baumkronen sehen kann.
Ich realisiere, dass ich ohne es zu merken auf einer alten Turmspitze stehe.
Nichts geht mehr. Die Angst hält Einzug. Ich kann keinen Schritt mehr machen.
Christian erkennt meine Angst zu Beginn nicht. Er denkt ich mache Witze, was durchaus hätte sein können. Erst als ich etwas hysterisch werde und ich unter Tränen sage: „Ich kann nicht zurückkommen! Ich kann mich nicht bewegen!“ beginnt er zu begreifen und kommt mir entgegen. Er streckt mir seine Hand entgegen, aber ich traue mich nicht. Meine Angst um ihn blockiert mich noch mehr. „Geh weg, Du könntest runter fallen.“ „Es kann nichts passieren, schau die Mauer ist so breit, komm doch einfach zu mir rüber ganz langsam.“
Nichts geht. Ich gehe langsam in die Knie und versuche irgendwie zurück zu kriechen. Auf dem Gelände rennen kleine Pfadfinder wild rum. Ich ertrage das kaum. Verstehe nicht, dass ihre Leiter dies zulassen.
Irgendwie muss ich es geschafft haben.
Ich kann mich nur noch erinnern, wie wir den Weg runter laufen und ich Christian in vollem Ernst sage: „Sollten wir jemals Kinder haben, ich werde nicht wollen, dass sie zu den Pfadfindern gehen!“  
Nun also, nach bald zwanzig Jahren gehen wir zurück an diesen Ort.
Wir finden ihn nicht sofort. Ich hatte ihn bewusst gemieden.
Die Burgruine wird an einer Außenwand renoviert. Ich finde die besagte Stelle nicht. Alles was ich ausprobiere macht mir keine Angst. Ich kann nicht feststellen, ob ich wirklich geheilt bin.
„Dani, wie wär’s mit dem Gerüst...“ denke ich. Ich kann nicht auf Gerüste steigen. Nach knappen zwei Metern, kommt sie, die bekannte Blockade.
„Wenn ich DIE Stellte nicht mehr finde, dann werde ich es hier versuchen.“ Ich klettere aufs Gerüst. Langsam taste ich mich die Wand entlang. Steige eine Treppe hoch...eine zweite...laufe langsam auf den klapprigen Brettern. Stütze mich am Geländer und schaue runter. Christian schaut aus einem Burgfenster raus zu mir rüber und lächelt.
Ich lächle zurück und rufe rüber: „Du, ich habe keine Angst!“
Jetzt kommt der Rückzug. Das ist ja das Schwierige. Die Metalltreppe aus meinem Traum erscheint deutlich vor mir. Ich setze einen Schritt nach dem anderen und gehe rückwärts runter!!! Ich kann’s nicht fassen, bin total happy! Die Angst ist wirklich weg. Wie damals spaziere ich ausgelassen auf dem Ruinengelände wieder rum. Die Zeit rennt, Christian und ich sollten uns auf den Heimweg machen. Er entfernt sich langsam. Ich entdecke noch  einen Geheimgang mit einer Nische. „Hoffentlich liegt da kein Toter“ denke ich und schreite tapfer weiter. Wie ich das liebe diese Burgen und Schlösser. Christian ist weiter weg, ich will ihm folgen. Wähle den Umweg über einen 80 cm breiten Steinweg, quadratisch angerichtet.
Plötzlich erkenne ich die Stelle. Es geht vierzig  Meter, wenn nicht noch mehr, runter. Ich sehe die Baumkronen, diesmal aber nur mit wenig Blättern. Ich  bleib stehen.
Genau hier war’s! Schiebe meine kleinen Füße vorsichtig an den Rand der Mauer, blicke vorsichtig runter und lass es einfach geschehen.
„Ich hab’s gefunden. Hier war's! Komm schnell! Ich habe keine Angst. Schau!“ rufe ich.
Fröhlich laufe ich auf dem Turm rum und schau immer wieder runter um mir zu beweisen, dass ich mir das aber auch wirklich nicht einbilde.
Glücklich spazieren wir den Weg runter zum Auto. Ich fange an Gott zu danken und bin berührt über dieses Geschenk. So unerwartet. Niemals wäre mir in den Sinn gekommen für mich beten zu lassen. Ich hatte diese Angst und damit basta.
Gott schickte mir diesen Albtraum und meinte es gut damit!
Warum gerade jetzt, warum gerade ich und wozu...dies weiß nur er. Ich kann ihm nur danken und es hier zu Papier bringen und es euch alle wissen lassen.
Es gibt einen Gott und er kennt meine Ängste. Er kennt meine Verborgenheit, meine Sehnsüchte, meine Wunden, die ich vergessen habe. Er weiß, was wann dran ist.
Er ist mein Hirte.

Daniela G. im November 2008

Nach oben